Meine Nerven jedenfalls.
Seit ein paar Tagen ist Hannah jedesmal laut schreiend aus dem Schlaf geschreckt, und es bedurfte einiges an Kraft und Geduld, sie wieder zu beruhigen.
Mittagsschlaf war sogar manchmal nur auf meinem Schoß möglich.
Überhaupt war ihr Laune eher am unteren Ende der Gute-Laune-Skala angesiedelt...
Heute übertraf sie allerdings dann mal alles
Hannah erwachte am Morgen schon mit lautem Brüllen, war untröstlich.
Auf meinem Arm kam sie nach einiger Ziet etwas zur Ruhe, aber sobald ich mich einem Sitzmöbel näherte brach das Kind in hysterisches Geschrei aus, warf sich im Arm hin und her und war quasi nicht ansprechbar.
Beim Frühstück ging der Terror weiter - Madame hat NICHTS gegessen, nur gebrüllt und gejault.
Ich gebe es zu, ich war genervt und sauer.
Unter lautem Gebrüll sind wir zur Einschulung von A. gefahren.
Dort hat sie kurz neugierig die Kindermeute beobachtet, um dann aber in voller Pracht weiter zu brüllen.
Vor Erschöpfung ist Hannah dann für etwa 30 Minuten eingeschlafen, ich habe schnell eingekauft und auf dem Heimweg hatte ich dann schon wieder ein schreiendes Kind auf dem Arm.
Mittagessen wurde wieder verweigert.
Ich hätte heulen können. (habe ich dann irgendwann auch...)
Ein wenig Mittagsschlaf hat Hannah dann gemacht, ist aber ständig schreiend aufgewacht.
Und dieser Zustand hielt dann einfach mal an.
Gegend Abend hat der Papa dann etwas Brot in die kleine Diva bekommen.
Eingeschlafen ist sie innerhalb von Sekunden, und bisher noch keine Schreiattacken.
Ich war/bin völlig hilflos!!!!
Schlecht habe ich mich gefühlt, weil ich meinem Kind nicht helfen konnte.
Ach, ich finde irgendwie nicht mal jetzt die richtigen Worte, die mein Gefühlschaos auch nur annähernd beschreiben könnte.
Meine Nerven sind völlig runter, ich war echt kurz vorm Durchdrehen.
Morgen haben wir einen Termin bei unserer Kinderärztin.
Ich hoffe so sehr, dass sie Hannah (und damit auch uns Eltern) helfen kann.
Irgendwas müssen wir doch tun können...
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6 Kommentare:
Da verstehe ich dich vollkommen, man fühlt sich ätzend, schrecklich hilflos und sogar schuldig, weil man doch die Mutter ist und gerade DIE sollte doch immer helfen können. Meine Tochter wurde zwar nur einmal geimpft, bekam aber zeitgleich auch noch Zähnchen und das war dann das endgültige Aus. Horror.
Trotzdem: auch wenn du die Mama bist, du KANNST nicht immer helfen und das musst du auch gar nicht. Die kleine Diva liebt dich so oder so bedingungslos und du machst deinen Mamajob super. Auch dieses Mal. Denn das entscheidende an der Sache ist nicht, ob es in sofern geholfen hat, dass sofort wieder alles prima ist, sondern, dass du es versucht hast. Und immerhin wurde es - wenn sie gerade auf deinem Arm war z.B. - zeitweise besser. Also HAST du SEHR WOHL was bei deiner Tochter bewirkt. Denk daran!
Ich drücke die Daumen, dass der Besuch beim Doktor euch beruhigen kann und wünsche viel, viel Kraft, falls es noch etwas dauert bis die Diva wieder in ihren normalen Rhythmus findet.
Ohne große Worte und einfach nur so: DANKE!!!
Es stimmt, was Agichan sagt: Du hast das ausgehalten. Du bist da geblieben und Du hast das mit Deiner Tochter durchgestanden - wenn das keine Leistung ist, weiß ich auch nicht.
Kolja war über ein Jahr lang so. In den ersten Monaten täglich, später nur in den Stoßzeiten. Mittlerweile hat sich das verloren, es wird besser! Ich weiß noch, wie frustrierend und schrecklich diese Tage waren, ich war so verzweifelt! Ich schicke Di viel Kraft und gute Neven für die nächsten Tage! Alles Gute!
Ohjeh! Mensch!
Das Gefühl kenne ich. Man möchte helfen können, man weiß ja aber gar nicht, was hinter diesem Gebrüll steckt. Man möchte das kleine Wesen aber nicht enttäuschen. Im Hinterkopf hat man aber die großen Worte "Grenzen setzen, keine Ausnahmen". Man möchte jedem gerecht werden. Dem Kind, der Mutter, allen pädagogischen Ratgebern. Und man ist sauer, weil das Kind doch eigentlich nicht brüllen müsste. Man möchte auch brüllen.
Agichan hat recht, und das lerne ich auch grad mühsam. Hannah (kannst Du auch mit Christoph austauschen) muss lernen, dass Du eben nicht all ihren Anforderungen gerecht werden kannst. Du warst bei ihr, hast sie in dem Zorn begleitet.
Das ist soooo anstrengend. Ich schick Dir viel Kraft!
Ich kann mich den Anderen nur anschließen. Mehr hätten wir alle nicht tun können um der Kleinen Linderung zu verschaffen. Du musst daran denken, dass sie trotz ihrer Weinattacken weiß, dass sie bei dir Trost findet. Und wenn das Brüllen nur etwas leiser wird. Ich wünsche dir Nerven aus Drahtseil, um das gut zu überstehen.
Ich kann mich den anderen nur anschließen. Und noch etwas: ich kenne das Gefühl nur zu gut, hilflos daneben stehen zu müssen und nur zusehen zu können. Man kann nicht helfen. Was aber wichtig ist: du warst da. Das sagten die anderen ja auch schon. Damit hast du ihr die Sicherheit vermittelt: ich kann schreien, ich kann toben, ich kann ich sein - und Mama ist immer da. Es ist in Ordnung, daß ich auch mal nicht so gut drauf bin.
Ich persönlich denke, das ist auch eine wichtige Sache, die Kinder in solchen Situationen, so ätzend sie auch sein mögen, lernen können: daß man nämlich auch dann geliebt, umsorgt und angenommen wird, egal, welche Stimmmung man gerade hat. Sie wird nicht das Gefühl haben, etwas verstecken zu müssen oder das Gefühl haben, daß etwas mit ihr nicht stimmt, nur, weil sie mal nicht so gut drauf ist.
Ich drücke mal die Daumen, daß es vielleicht doch nur die Zähne waren. Oder einfach nur miese Laune, die hatte ich auch ein paar Tage.
Und zum Abschluß dieses Sermons: ich schicke dann direkt auch mal ein paar Tafeln Nervennahrung rüber. Es wird besser, du packst das schon!
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