Lilypie Kids Birthday tickers
Posts mit dem Label Klinik werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Klinik werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Samstag, 5. November 2011

Der kleine Patient


Kurz nach der Operation...





Schnipp Schnapp - Das Finale

Hier nun also der Bericht.

Die Operation stand ja sehr auf der Kippe, da Finn meinte, er müsse in der Nacht von Freitag auf Samstag die Spuckerei bekommen.
Sonntag war er allerdings wieder das blühende Leben, es konnte also losgehen...

Montag, 31.10. morgens um 5.30 Uhr.
Ich habe eigentlich recht gut geschlafen, doch nun beginnt sie langsam - die innere Unruhe.
Gegen 6 Uhr fährt der Herr Vater los um die Oma abzuholen, die Divabetreuung ist gesichert.
Derweilen laufe ich rastlos und vorallem sinnlos durchs Haus.

6.15 Uhr der heutige Hauptdarsteller wird geweckt und ist bester Laune.
Unwissenheit kann auch ein großes Geschenk sein...
6.45 Uhr Ankunft im Krankenhaus.
Wir werden auf der Station von einer sehr netten Krankenschwester empfangen, die uns noch einmal in aller Ruhe den weiteren Ablauf erklärte.
Damit Finnemann möglichst wenig Schmerzen beim Spritzen und Zugänge legen hat, wurde ihm eine Betäubungssabe samt Pflaster in die Armbeuge und auf den Handrücken geklebt.
Fand er suer...!
Finnemann wurde noch einmal von einer Kinderärztin untersucht - grünes Licht, OP-Spot an, es geht los!

Muttern wird immer unruhiger, der Herr Vater behält den Überblick und Finnemann ist weiterhin gut drauf.
Wir bekommen ein Zimmer zugewiesen, in dem wir den Vormittag verbringen werden.
Das Gitterbett wird von Finnemann mit großer Begeisterung erstürmt, und OP-Hemdchen kleidet ihn ungemein...

Nächster Auftritt der Krankenschwester.
Sie verabreicht Finnemann den sogenannten "Sche.iß-egal-Saft" - DAS findet er nur so mäßig gut, findet aber zu seiner guten Laune zurück.
Er dürfe nun nicht mehr rumlaufen, da er von diesem Saft jetzt sehr duselig wird.
Finnemann scheint das recht schnell zu merken, und möchte in sein Gitterbett verlegt werden.
Dort werden seine Bewegungen immer unkoordinierte,und es schleicht sich ein breites Grinsen in sein Gesicht.
Dieses Grinsen wird wirklich immer breiter, und wird von leichtem Gekicher begleitet.
DAS läßt dann auch noch einmal die Laune der Eltern inungeahnte Höhen steigen - was für ein kurioser Anblick so ein 2 jähriger auf seinem ersten Trip ;-)
(Im Nachhinein sind wir etwas enttäuscht, dass wir davon keinen Film gedreht haben - DAS wäre doch mal ein netter Einspieler für Finnemanns Hochzeitsparty gewesen!)

Auftritt der Krankenschwester - es geht los.
7.45 Uhr Finnemann schwebt auf rosa Wolken und wird in den OP geschoben.
Bis zur Tür dürfen wir ihn noch begleiten - dann ist es um meine Fassung geschehen...
Ich komme mir vor wie im Film, als sich die Türen hinter ihm schließen, und muss erstmal weinen.

Der Herr Vater hält weiterhin alles im Griff.
Alle paar Minuten schaue ich auf die Uhr - und muss vor lauter Nervosität reden.
REDEN, REDEN, REDEN - und mein armer Mann muss zuhören ;-)
Die Krankenschwester erzählt uns, dass Finnemann kurz geweint hat, als sie ihn dem Ärzteteam übergeben hat, nun aber alles gut läuft.
Erleicherung - und weiter REDEN!

8.50 Uhr: Die Operation ist vorbei, alles ist ohne Komlikationen verlaufen, und der kleine tapfere Kerl liegt schon im Aufwachraum.
Leider kann nur einer zu ihm - ich drängel mich mal ganz galant vor, und eile hinter der Krankenschwester her.

Und da liegt mein kleiner Bär - mit seinem Hemdchen, völlig verwuschelten Haaren und diversen Geräten zur Überwachung und zum Warmhalten.
Er liegt ganz ruhig da, atmet ruhig, und mich durchfließt eine so große Welle der Erleichterung - und na klar, ich muss auch mal wieder weinen ;-)
Die Op-Schwester sagt auch noch einmal wie gut alles lief, und dass er in wenigen Minuten aufwachen wird.
Muttern säuselte also dem kleinen Schlafbären ins Ohr und wurschtelte mit der Hand durch die Gitterstäbe - aber der Kerl wachte nicht auf.
Nach etwa 30 Minuten wunderten sich auch die Krankenschwestern und die Narkoseärztin kam auch im Minutentakt vorbei.
Wieder fing so eine leichte Nervosität an sich Bahn zu brechen...

Und dann, wie aus dem Nichts stemmte sich Finnemann hoch, schaute sich mit gerunzelter Stirn um, blickte auf seinen Kuschelhund und rief ziemlich laut und deutlich "WEG!"
Der kleien Kerl rappelte sich auf, zog und zerrte an seinen Kabeln samt Pflastern undwollte aufstehen.
kurz konnte ich ihn zu einer kleinen Kuscheleinheit überreden - dann wollte er aber wirklich los!

Die Krankenschwester fummelte in Windeseile seine Kabel ab,und schon gab es kein Halten mehr.
Nichts von wegen leichter Benommenheit nach einer Vollnarkose - Action war angesagt.
Im Zimmer angekommen wurde der Herr Vater natürlich freudestrahlend begrüßt.
Als erste Kost des Tages wurden dem jungen Herrn dann Salzstangen kredenzt - schmeckten ihm gut, wurden umgehend vertilgt und "MEHR" verlangt.
Es folgten noch zwei Laugenbrezel, ein halbes Käsebrötchen und Reiswaffeln.

Nun ist es ja so, dass man nach einer ambulanten Operation eine gewisse Zeit zur Überwachung in der Klinik bleiben muss.
Es wird der Herzschlag überprüft, ob das Essen und Trinken vertragen wird, in unserem Fall wurde noch auf das Pipimachen gewartet und wie sich der Allgemeinzustand so entwickelt.
Bei Finnemann entwickelte sich der Allgemeinzustand ziemlich rasant...
Eigentlich sollte sich derjunge Herr ja ein wenig Ruhe gönnen.
Eigentlich sollte er auf gar keinen Fall und unter keinen Umständen toben und klettern.
Eigentlich...
Nur Finnemann sah das alles etwas anders, und lief ziemlich schnell zu alten Höchstformen auf.
Da können 3 Stunden in einem kleinen Krankenhauszimmer sehr sehr lang werden.

Während bei dem Herrn Vater und mir langsam aber sicher die Anspannung nachließ und der Erschöpfung Platz machte war Finnemann bester Laune.
Auch auf dem Weg nach Hause war von Ausruhen nicht die Rede.

Und Abends dann Halloween...
Wer von der OP nichts wußte hat dem kleinen Wirbelwind auch nichts angemerkt.

Zum Glück ist alles so wunderbar verlaufen, und auch der weitere Heilungsprozess sieht gut aus.
Finnemann liebt seine Kamillenteebäder und findet das Eincremen natürlich doof.
Er schläft seit der Operation recht unruhig, und ist doch etwas anhänglicher.
Aber - war er das nicht vorher auch !?!?!? ;-)

Sonntag, 30. Oktober 2011

Schnipp Schnapp 3.Teil

Morgen um 6.45 Uhr müssen wir auf der Station sein...

So langsam werde ich nervös...

Donnerstag, 15. September 2011

Schnipp Schnapp 2.Teil

So, der OP-Termin für Finnemann steht fest...Halloween...

Samstag, 12. Dezember 2009

Krankenhausbesuch

So, nun haben wir also auch diesen hart erkämpften Besuch in der dermatologischen Sprechstunde des Kinderkrankenhauses hinter uns.
Einen langen steinigen Weg sind wir gegangen, um endlich den Guru zur Behandlung jeglicher Hauterkrankungen zu treffen.

Allerdings hätten wir uns den Weg sparen können...
Da Finnemanns Hinterteil seit dem Besuch bei der Hautärztin rasant abheilt...(aber ich will mich nicht beschweren!!)

Also warf der Guru nur einen kurzen wohlwollenden Blick auf Finn, nickte wissend und verschrieb uns eine Salbe!
Ende der Durchsage - nach 2 Stunden Wartezeit!

Hannah war übrigens von dem Krankenhaus sehr begeistert.
Genauer gesagt von dem Wartezimmer.
Dort stand nämlich ein großes Feuerwehrauto und ein Haus mit Rutsche.
Wenn es nach la Diva gegangen wäre, würden wir wohl jetzt noch warten...

P.s.: Auch Finnemanns Hinterteil ist jetzt in die krankenhauseigene Verbrecherkartei aufgenommen worden...

Sonntag, 4. Oktober 2009

Mütterlicher Geburtsbericht - im Krankenhaus

Da ich ja noch keinen Milcheinschuss hatte, und Finn ja seine ganze Energie zur regulierung des Blutzuckers brauchte, wurde mit Fertigmilch zugefüttert.
75 ml hat der Kerl alle 3-4 Stunden bekommen - und er wurde natürlich regelmäßig angelegt von mir.
Das mußte man aber alles selbst organisiern - von den Schwestern hat man da wenig Unterstützung bekommen.

Als ich noch nicht so gut zu Fuß unterwegs war, hat mich Jan also immer per Rollstuhl zu Finn kutschiert.
Etwas mobiler geworden bin ich also immer selbst auf die Station geschlurft.
Nachdem die Schwestern 2x vergessen hatten mich auf der Wochenstation zu informieren, dass Finn gefüttert werden muß - ich also ihn danach nicht anlegen konnte - habe ich auch darauf bestanden Nachts zum Füttern/Stillen zu kommen.

Also wird man alle paar Stunden aus dem Bett geworfen, schlurft durchs halbe Krankenhaus, füttert, kuschelt und schlurft wieder zurück.

Hannah hat ihren kleinen Bruder auch besucht - leider durfte sie ihn nur duch eine Glasscheibe betrachten.

Nach 3 Tagen ist Finn dann endlich seine Infusion losgeworden, mußte noch einen Tag zeigen, dass er auch ohne auskommt - und durfte dann nach erfolgreicher U2 zu mir aufs Zimmer - ENDLICH!

Da der junge Mann allerdings noch sehr an seine Flaschennahrung gewöhnt war und der Milcheinschuss noch immer nicht so richtig in Gang kam, gestaltete sich das Stillen sehr schwierig.
Alle Stunde oder noch schneller wollte Finn trinken.
2x habe ich kapituliert und mir noch eine Flasche mit 30 ml Fertigmilch bringen lassen.
Trotz meiner Sorge, dass ich damit das Stillen vielleicht völlig vergessen muss.
Es hat sich aber dann doch alles lamgsam eingespielt - Dauerstillen ist halt angesagt.

Am Mittwoch sind wir dann endlich entlassen worden.
Nun konnte das Abenteuer Familie im Viererpack so richtig beginnen.

Mütterlicher Geburtsbericht - Großer Schreck!!

Leider hielt diese wunderschöne Stimmung nur bis etwa 15.45 Uhr.
Da sich die Werte des Blutzuckers nicht verbesserten, muß Finn eine Infusion bekommen.
Diese kann allerdings nur auf einer Kinderintensivstation gegeben werden.
Eine sehr nette Ärztin und unsere beiden Lieblingsschwestern erklärten uns das weitere Vorgehen, und warum dies nun alles geschehn muß.
Trotzdem traf uns die Nachricht wie ein Hammerschlag, da dies auch bedeutete, dass wir die Klinik wechseln müssen.

Als dann eine der Schwestern mir noch schonend versuchte beizubringen, dass es noch nicht 100% sicher sei, ob die andere Klinik auch ein Bett für mich hat, wäre es fast um meine Fassung geschehen gewesen.
Zum Glück waren auch gerade Anne und Felix zum ersten Besuch da, und standen uns bei.

Dann lief alles irgendwie für mich wie im Film ab.
Ich verfolgte das Geschehen etwas aus der Distanz, konnte nicht mehr weinen und stand wirklich neben mir.
Dann kam die erlösende Nachricht - ich konnte mitfahren, es gab ein Bett für mich auf der Wochenstation der anderen Klinik.
Allerdings kein Familienzimmer...

Um 16.30 uhr wurde Finn dann abgeholt, und fuhr ALLEINE in die Klinik, da mein Transport noch geregelt werden mußte.
Aber Anne und Felix verfolgten draußen auf dem Flur die Abfahrt von Finn, und versicherten uns im nachhinein, dass alle ganz liebevoll mit ihm waren.

17.45 Uhr: nach einer kleinen Stärkung kann auch ich endlich mit einem Krankenwagen in die Klinik fahren.
Dort angekommen geht Jan erstmal zu Finn.

Um 19.30 Uhr bin ich soweit versorgt und angekommen, dass ich per Rollstuhl endlich auch zu meinem Sohn kann.

Auch wenn man weiß, der Zustand des Kindes war zu keiner Zeit lebensbedrohlich, er hat kein so richtig schwerwiegendes Problem -das eigene Kind mit diesen piepsenden Geräten und Schläuchen in der einschüchternden Umgebung einer Intensivstation zu sehen zerreißt einem fast das Herz.

Wir durften aber jederzeit zu ihm und mit ihm kuscheln.
Neben den ganzen anderen Kindern - ausschließlich Frühchen - wirkte er etwas fehl am Platz.
In seinem Zimmer lagen Zwillinge, die gemeinsam weniger als Finn wogen...

Auch hier wurde alle paar Stunden der Blutzucker gemessen.
Die kleinen Füßchen waren schon richtig zerstochen.
Als wir ihn abends so ganz alleine zurücklassen mußten war das ein ganz furchtbares Gefühl.
Man fühlt sich total leer. - und Jan konnte ja auch nicht bei mir sein.

Aber ich tröste mich damit, dass wir die entscheidenen ersten Stunden ganz für uns hatten - ohne Störungen konnten wir unser Glück in vollen Zügen genießen.


(Das habe ich an meinem Entlassungstag aus der Klinik noch mehr zu schätzen gewußt. Da bekam ich eine neue Bettnachbarin, die direkt aus dem Kreißsaal ins Zimmer geschoben wurde. Ich fand es für sie ganz furchtbar, da Finn und ich ja da waren, ständig kamen Schwestern und Ärzte, die etwas von mir oder Finn wollten, und Besuch für uns kam dan auch noch. Die Eltern wurden also ständig aus ihrer Innigkeit herausgerissen.)