Lilypie Kids Birthday tickers

Montag, 5. Oktober 2009

Premieren im Leben des Rumpelwichts

Der erste Schnupfen...

Das erste Freiluftstillen...

Der erste Spielplatzbesuch...


Das erste Mal auf dem Schoß der stolzen großen Schwester...

Sonntag, 4. Oktober 2009

DANKE !!!!!


Wir möchten uns auch an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich für dein tolles Überraschungspaket bedanken.
Die Gummibärchen haben den Tag nicht überlebt - aber daran war eher die Mama schuld...
Was soll ich sagen - wir sind völlig überwältigt gewesen!!!
DANKESCHÖÖÖÖÖÖÖN!!!!!

Es läuft..


...immer besser.
Der junge Herr trinkt noch immer sehr oft, sehr gerne und sehr lange.
Den Schnuller hat Finn aus dem Krankenhaus mitgebracht - braucht ihn hier aber nicht mehr.
Heute kam auch das Tragetuch wieder zum Einsatz.
Hat ihm ganz gut gefallen.

Mütterlicher Geburtsbericht - im Krankenhaus

Da ich ja noch keinen Milcheinschuss hatte, und Finn ja seine ganze Energie zur regulierung des Blutzuckers brauchte, wurde mit Fertigmilch zugefüttert.
75 ml hat der Kerl alle 3-4 Stunden bekommen - und er wurde natürlich regelmäßig angelegt von mir.
Das mußte man aber alles selbst organisiern - von den Schwestern hat man da wenig Unterstützung bekommen.

Als ich noch nicht so gut zu Fuß unterwegs war, hat mich Jan also immer per Rollstuhl zu Finn kutschiert.
Etwas mobiler geworden bin ich also immer selbst auf die Station geschlurft.
Nachdem die Schwestern 2x vergessen hatten mich auf der Wochenstation zu informieren, dass Finn gefüttert werden muß - ich also ihn danach nicht anlegen konnte - habe ich auch darauf bestanden Nachts zum Füttern/Stillen zu kommen.

Also wird man alle paar Stunden aus dem Bett geworfen, schlurft durchs halbe Krankenhaus, füttert, kuschelt und schlurft wieder zurück.

Hannah hat ihren kleinen Bruder auch besucht - leider durfte sie ihn nur duch eine Glasscheibe betrachten.

Nach 3 Tagen ist Finn dann endlich seine Infusion losgeworden, mußte noch einen Tag zeigen, dass er auch ohne auskommt - und durfte dann nach erfolgreicher U2 zu mir aufs Zimmer - ENDLICH!

Da der junge Mann allerdings noch sehr an seine Flaschennahrung gewöhnt war und der Milcheinschuss noch immer nicht so richtig in Gang kam, gestaltete sich das Stillen sehr schwierig.
Alle Stunde oder noch schneller wollte Finn trinken.
2x habe ich kapituliert und mir noch eine Flasche mit 30 ml Fertigmilch bringen lassen.
Trotz meiner Sorge, dass ich damit das Stillen vielleicht völlig vergessen muss.
Es hat sich aber dann doch alles lamgsam eingespielt - Dauerstillen ist halt angesagt.

Am Mittwoch sind wir dann endlich entlassen worden.
Nun konnte das Abenteuer Familie im Viererpack so richtig beginnen.

Mütterlicher Geburtsbericht - Großer Schreck!!

Leider hielt diese wunderschöne Stimmung nur bis etwa 15.45 Uhr.
Da sich die Werte des Blutzuckers nicht verbesserten, muß Finn eine Infusion bekommen.
Diese kann allerdings nur auf einer Kinderintensivstation gegeben werden.
Eine sehr nette Ärztin und unsere beiden Lieblingsschwestern erklärten uns das weitere Vorgehen, und warum dies nun alles geschehn muß.
Trotzdem traf uns die Nachricht wie ein Hammerschlag, da dies auch bedeutete, dass wir die Klinik wechseln müssen.

Als dann eine der Schwestern mir noch schonend versuchte beizubringen, dass es noch nicht 100% sicher sei, ob die andere Klinik auch ein Bett für mich hat, wäre es fast um meine Fassung geschehen gewesen.
Zum Glück waren auch gerade Anne und Felix zum ersten Besuch da, und standen uns bei.

Dann lief alles irgendwie für mich wie im Film ab.
Ich verfolgte das Geschehen etwas aus der Distanz, konnte nicht mehr weinen und stand wirklich neben mir.
Dann kam die erlösende Nachricht - ich konnte mitfahren, es gab ein Bett für mich auf der Wochenstation der anderen Klinik.
Allerdings kein Familienzimmer...

Um 16.30 uhr wurde Finn dann abgeholt, und fuhr ALLEINE in die Klinik, da mein Transport noch geregelt werden mußte.
Aber Anne und Felix verfolgten draußen auf dem Flur die Abfahrt von Finn, und versicherten uns im nachhinein, dass alle ganz liebevoll mit ihm waren.

17.45 Uhr: nach einer kleinen Stärkung kann auch ich endlich mit einem Krankenwagen in die Klinik fahren.
Dort angekommen geht Jan erstmal zu Finn.

Um 19.30 Uhr bin ich soweit versorgt und angekommen, dass ich per Rollstuhl endlich auch zu meinem Sohn kann.

Auch wenn man weiß, der Zustand des Kindes war zu keiner Zeit lebensbedrohlich, er hat kein so richtig schwerwiegendes Problem -das eigene Kind mit diesen piepsenden Geräten und Schläuchen in der einschüchternden Umgebung einer Intensivstation zu sehen zerreißt einem fast das Herz.

Wir durften aber jederzeit zu ihm und mit ihm kuscheln.
Neben den ganzen anderen Kindern - ausschließlich Frühchen - wirkte er etwas fehl am Platz.
In seinem Zimmer lagen Zwillinge, die gemeinsam weniger als Finn wogen...

Auch hier wurde alle paar Stunden der Blutzucker gemessen.
Die kleinen Füßchen waren schon richtig zerstochen.
Als wir ihn abends so ganz alleine zurücklassen mußten war das ein ganz furchtbares Gefühl.
Man fühlt sich total leer. - und Jan konnte ja auch nicht bei mir sein.

Aber ich tröste mich damit, dass wir die entscheidenen ersten Stunden ganz für uns hatten - ohne Störungen konnten wir unser Glück in vollen Zügen genießen.


(Das habe ich an meinem Entlassungstag aus der Klinik noch mehr zu schätzen gewußt. Da bekam ich eine neue Bettnachbarin, die direkt aus dem Kreißsaal ins Zimmer geschoben wurde. Ich fand es für sie ganz furchtbar, da Finn und ich ja da waren, ständig kamen Schwestern und Ärzte, die etwas von mir oder Finn wollten, und Besuch für uns kam dan auch noch. Die Eltern wurden also ständig aus ihrer Innigkeit herausgerissen.)

Mütterlicher Geburtsbericht - die Geburt!

So, nun muß ich mir hier auch mal alles von der Seele schreiben, bevor die Stilldemenz alles aus meinem Gedächtnis fegt...

Am Freitag nach der Untersuchung im Krankenhaus war ich etwas gedrückter Stimmung.
Als ich dann auch noch Dur.chfall bekam, wurde die Stimmung nicht gerage besser...
Der Tag plätscherte so dahin, abends drehte ich meine übliche Runde durch Bloghausen.
Erst war es nur ein leichter Druck in der Blasengegend, aber erstmal vom Stuhl aufgestanden stand ich dann doch etwas ungläubig vor Jan, und verkündete den Blasensprung...

Dann machte sich leichte Hektik breit: die Oma wurde über ihren unverhofften Hannahsitterdienst informiert, Jan lief hin und her, um die letzten Utensilien in die Kliniktasche zu werfen.
Währendessen war ich noch kurz auf der Toilette, und vefolgte mit Staunen, wieviel Fruchtwasser da so lief...
Wenn mir dass irgendwo in der Stadt oder so abgegangen wäre...

Da das Köpchen ja noch nicht fest im Becken lag, mußte ich mich sofort hinlegen und Jan informierte einen Rettungswagen, der mich liegend in die Klinik transportieren sollte.
Das war gelinde gesagt ein kleiner Horrortrip...
Man wird ja nicht mit so einer gemütlichen trage sanft hinunter geleitet - nein, ich wurde in so eine Art Plane gelegt, die Sanitäter postierten sich an die Seiten, Jan ans Fußende und los ging es.
Die Herren schnauften und schleppten mich also durch das enge Treppenhaus, und ich hatte doch das ein oder andere Mal starke Bedenken, ob wir ALLE heil unten ankommen würden.
Taten wir aber, und dann kam auch endlich die gemütliche Liege zum Einsatz.

Ankunft im Krankenhaus so kurz vor 22 Uhr im Krankenhaus - erstmal CTG - ab ca.22.30 Uhr alle 5-7 Minuten Wehen - 23 Uhr Muttermund noch immer fest geschlossen, trotzdem Umzug in den Kreißsaal - Dauerwehen, da die Gebärmutter mit aller Kraft das Köpfchen voran treiben will (aber Finn das Brave Kind läßt sich davon nicht beeindrucken und erspart seiner Mutter so einiges...!) - 0.00 Uhr der Oberarzt wird zum Ultraschall und zur Untersuchung gerufen, Köpfchen hat sich trotz Dauerwehen eher wieder nach oben bewegt, er rät zum sofortigen Kaiserschnitt, da ein Versuch einer Spontangeburt bei den Voraussetzungen dann ein Notkaiserschnitt mit Vollnarkose folgen könnte.
1.00 Uhr: nach den ganzen Aufklärungen über die Risiken legt das Narkoseteam mit der Spinal los.
Vorher haben sie mir noch versehentlich meine Braunüle rausgerissen und ich habe den blütenweißen Boden mit Blut marmoriert...
Das Setzen der nadel dauert gefühlte Stunden, ständig muß neu angesetzt werden, dann ist die Nadel zu kurz, wieder neue Versuche - das ganze natürlich inklusive Wehen und schön vornübergebeugt.
Bei meinem Bauch kein Vergnügen.
Dann übernimmt der Oberarzt und legt innerhalb von Minuten die Betäubung - warum nicht gleich so!

Die Minuten vergehen, an mir wird geruckelt und geschuckelt, und Jan und ich sind völlig bei uns und warten auf den erlösenden Schrei.
Der kommt um 1.43 Uhr - ENDLICH!
Zu dem Zeitpunkt wissen wir noch nicht, ob es ein Junge oder ein Mädchen ist.
Wir sind völlig überwältigt, als die Hebamme Jan dieses "kleine" rotgesichtige Bündel in die Arme legt.
Schon wie bei Hannah wollen wir selber entdecken, welches Gesc.hlecht unser Baby hat.
Jan wühlt sich also durch die Handtücher und verkündet nach einer gefühlten Ewigkeit: es ist ein Finn Mattis!!!
Während die Ärzte noch schwer beschäftigt sind, können wir unseren Sohn bestaunen, abknutschen, fühlen und vorallem riechen -ich liebe diesen Babygeruch!!

Bei den Daten von Finn geht ein Raunen durch die Op-Mannschaft.
(und ich war heilfroh über die Kaiserschnitt-Entscheidung!!!)
Über 4 Kilo hatte man ja geschätzt, aber das übertraf dann doch alle Erwartungen.
Dann ging es in den Kreißsaal, und wir 3 hatten endlich Zeit für uns.

Um 4 Uhr wurde dann die U1 gemacht, die der Rumpelwicht mit Bravour meisterte.
Bei so schweren Kindern wird der Blutzucker noch genauer als ohnehin schon kontrolliert.
Finn hatte einen sehr niedrigen Wert, und bekam erstmal eine kleine Glukosedröhnung.

Um 6 Uhr ging es dann auf die Station in unser Familienzimmer.
Papa bettete sich gleich erschöpft zur Ruhe - und Mama konnte vor lauter staunen und kuscheln überhaupt nicht schlafen...
Der Blutzucker von Finn wird alle Stunde überprüft - und bleibt leider sehr schwankend.
Papa pennt und pennt - und wacht nur kurz zum Frühstück auf...

Um 11.30 Uhr kommt die Oma mit Hannah endlich vorbei!!!
DIE GROßE SCHWESTER!!!
Zuerst war ihr das alles nicht ganz geheur: Mama liegt desolat im Bett und der Rumpelwicht ist jetzt plötzlich ziemlich real geworden.
Doch das Eis ist schnell gebrochen, sie streichelt Finn liebevoll - "das ist mein Bruder!" - und hat ihm sogar ein kleines Geschenk mitgebracht.
Die ganze Familie lümmelt im Bett herum und ich fühle einfach nur vollkommenes Glück!!

Eingelebt..

Jedenfalls sind wir dabei...

Seit Mittwochabend sind wir nun also zu Viert vereint!
Der kleine Kerl hält uns ordentlich auf Trab.
Im Gegensatz zu seiner Großen Schwester ist Finn ein Tagschläfer - und Nachts wird ordentlich getrunken.
Überhaupt ist Finn kein Kostverächter - aber das Gewicht muß ja irgendwie gehalten werden.
Von nichts kommt nichts!

Die kleine Diva liebt ihren kleinen Bruder heiß und innig.
Sie streichelt ihn, knutscht ihn ab, hilft beim Wickeln und wird ganz nervös, wenn Finn mal weint.
Allerdings geht die neue Lebenssituation auch an ihr nicht spurlos vorbei.
Hannah würde am liebsten den ganzen Tag ihren Schnuller im Mund behalten, ist sehr anhänglich und verliert extrem schnell die Fassung - jaulen bis die Ohren glühen.
Andererseits hat Madame noch mehr Blödsinn im Kopf als ohnehin schon.
Aber es wäre ja auch mehr als komisch, wenn Hannah so gar keine Reaktion zeigen würde.

Ich bin auch schon wieder erstaunlich gut auf den Beinen - lasse mich aber natürlich noch gerne von Jan verwöhnen ;-)